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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Lieferungs- und Zahlungsbedingungen der Betontankstelle Magdeburg e.K.
Stand: 21. Oktober 2026

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

(1) Anbieter ist die Betontankstelle Magdeburg e.K., Inhaber Marcel Wöge, Am Florapark 1, 39128 Magdeburg, E-Mail: info@betontanke-md.de, Telefon: +49 151 55274429, Handelsregister: Amtsgericht Stendal, HRA 8138.

(2) Diese Bedingungen gelten für den Verkauf und die vereinbarte Lieferung von Frischbeton, Schüttgütern und weiteren Baustoffen, wenn sie wirksam in den jeweiligen Vertrag einbezogen wurden. Sie gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern. Besondere Regeln für Unternehmer oder Kaufleute sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet.

(3) Verbraucher ist eine natürliche Person, die überwiegend zu Zwecken handelt, die weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer handelt bei Vertragsschluss in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit. Nicht jeder Unternehmer ist Kaufmann.

(4) Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB. Ihr Vorrang hängt nicht von einer schriftlichen Bestätigung ab. Abweichende Einkaufsbedingungen eines Unternehmers gelten nur, wenn wir ihrer Geltung zugestimmt haben. Gesetzlich vorgeschriebene Formen bleiben unberührt.

(5) Die Veröffentlichung einer neuen Fassung ändert bereits geschlossene Verträge nicht automatisch.

§ 2 Angebote und Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von Waren und Preisen auf unserer Website dient der Information und ist kein verbindliches Vertragsangebot. Für ein von uns abgegebenes individuelles Angebot gelten dessen Inhalt und eine darin genannte Bindungsfrist. Fehlt eine besondere Regelung, gelten die gesetzlichen Vorschriften.

(2) Ein Vertrag kommt durch übereinstimmende Erklärungen über Ware, Menge, Preis und gegebenenfalls Lieferung zustande. Eine bloße Anfrage ist noch keine Bestellung. Das gilt auch für Kontaktaufnahmen per E-Mail oder WhatsApp.

(3) Änderungen einer Bestellung oder eines vereinbarten Liefertermins bedürfen einer Vereinbarung. Bereits bestätigte Verträge stehen nicht unter einem pauschalen Vorbehalt des Zwischenverkaufs.

(4) Sollen diese AGB gelten, erhalten Kunden vor Vertragsschluss die Möglichkeit, sie einzusehen. Bei Fernbestellungen stellen wir sie vor Vertragsschluss in zumutbarer Weise zur Verfügung. Zwingende gesetzliche Informations- und Bestätigungspflichten bleiben unberührt.

§ 3 Preise, Mengen und Zusatzleistungen

(1) Maßgeblich ist der bei Vertragsschluss vereinbarte Preis. Auf der Website für Verbraucher ausgewiesene Preise verstehen sich einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die angegebene Bezugseinheit ist zu beachten: Beton wird nach der ausgewiesenen Menge in Kubikmetern, Schüttgut in der Regel nach Gewicht und Hackschnitzel nach der ausdrücklich genannten Einheit berechnet.

(2) Lieferkosten, Big-Bag-Verpackung, Kranentladung und sonstige Zusatzleistungen sind nur im vereinbarten Umfang enthalten. Zusätzliche Kosten werden vor Vertragsschluss beziffert oder anhand einer zuvor mitgeteilten Berechnungsgrundlage vereinbart.

(3) Eine Änderung unserer Preislisten nach Vertragsschluss verändert den vereinbarten Preis nicht. Änderungen des Leistungsumfangs und ihre Vergütung vereinbaren die Parteien gesondert.

(4) Ungefähre Gewichtsangaben bei Beton dienen der Orientierung und ersetzen nicht die Prüfung der zulässigen Fahrzeugnutzlast. Sie begründen keine pauschale Befugnis zu Mengenabweichungen. Für Abrechnung und geschuldete Menge ist die vertraglich vereinbarte Einheit maßgeblich.

§ 4 Abholung und Transport durch den Kunden

(1) Bei Abholung stellt der Kunde ein für das Material geeignetes Fahrzeug beziehungsweise einen geeigneten Anhänger zur Verfügung. Zulässige Gesamtgewichte, Achslasten und die erforderliche Ladungssicherung sind zu beachten. Wir dürfen eine Verladung ablehnen, soweit sie erkennbar zu einer Überladung oder einer sonstigen konkreten Gefährdung führen würde.

(2) Die Verantwortlichkeit für die Verladung richtet sich nach den übernommenen Aufgaben und den gesetzlichen Vorschriften. Eine Haftung für eigenes Verschulden wird durch die Mitwirkung des Kunden nicht ausgeschlossen.

(3) Abholzeiten sind mit den Öffnungs- und Betriebszeiten abzustimmen. Bei Temperaturen unter 0 °C bleibt die Mischanlage geschlossen. Bereits vereinbarte Leistungstermine entfallen dadurch nicht automatisch; bei absehbaren Einschränkungen informieren wir den Kunden und klären das weitere Vorgehen. Gesetzliche Rechte bleiben bestehen.

§ 5 Lieferung, Zufahrt und Entladung

(1) Lieferadresse, Lieferumfang, Termin und Art der Entladung richten sich nach der Vereinbarung. Kranentladung oder das Absetzen von Big Bags an einem bestimmten Platz sind nur geschuldet, wenn dies vereinbart und vor Ort sicher ausführbar ist.

(2) Der Kunde informiert uns rechtzeitig über erkennbare Zufahrtsbeschränkungen, fehlende Tragfähigkeit, Höhen- und Breitenbegrenzungen, Leitungen sowie sonstige für die Lieferung erhebliche Hindernisse. Bei vereinbarter Entladung ist eine geeignete und zugängliche Entladestelle bereitzustellen. Die erforderlichen Fahrzeug- und Platzverhältnisse stimmen wir mit dem Kunden ab.

(3) Das Fahrpersonal darf die Befahrung oder Entladung ablehnen, wenn konkrete Sicherheitsbedenken bestehen. Die Verantwortung des Fahrpersonals für eine sichere Durchführung bleibt auch bei Weisungen des Kunden bestehen.

(4) Wartezeiten, eine erneute Anfahrt oder eine geänderte Entladung werden nicht automatisch pauschal berechnet. Eine zusätzliche Vergütung setzt eine entsprechende Vereinbarung voraus. Daneben können gesetzliche Ansprüche, insbesondere bei schuldhaften Pflichtverletzungen oder Annahmeverzug des Kunden, bestehen. Ersparte Aufwendungen sind zu berücksichtigen.

(5) Bei Verbrauchern geht die Gefahr eines zufälligen Verlusts oder einer zufälligen Beschädigung grundsätzlich mit Übergabe der Ware auf den Verbraucher über. Die gesetzliche Ausnahme bei eigenständiger Beauftragung eines nicht zuvor von uns benannten Transporteurs bleibt unberührt. Bei Unternehmern gelten die gesetzlichen Regeln, insbesondere gegebenenfalls § 447 BGB, soweit keine abweichende Liefervereinbarung getroffen wurde.

(6) Bei Lieferhindernissen informieren wir unverzüglich über absehbare Auswirkungen. Höhere Gewalt führt nicht zu einem pauschalen Ausschluss sämtlicher Ansprüche. Leistungspflichten, Verzug, Rücktritt und eine etwaige Rückzahlung richten sich nach der Vereinbarung und den gesetzlichen Voraussetzungen.

§ 6 Frischbeton und Materialbeschaffenheit

(1) Die geschuldete Beschaffenheit ergibt sich aus der konkreten Vereinbarung und den gesetzlichen Anforderungen. Dazu können insbesondere Betonsorte, Körnung, Konsistenz und vereinbarte Zusätze gehören. Die Eignung für ein bestimmtes Bauvorhaben, besondere Anforderungen oder benötigte Nachweise sind vor der Bestellung abzustimmen. Gesetzliche Anforderungen an die Ware werden durch diese Regelung nicht ausgeschlossen.

(2) Frischbeton muss entsprechend seinen Eigenschaften und den mitgeteilten Transport- und Verarbeitungshinweisen transportiert und zeitnah verarbeitet werden. Die geeignete Verarbeitungsdauer hängt unter anderem von Mischung, Zusätzen, Witterung und Temperatur ab. Ein Verzögerer begründet ohne konkrete Vereinbarung keine für sämtliche Bedingungen garantierte Verarbeitungszeit.

(3) Eigenmächtige Zugaben, etwa von Wasser oder Zusatzmitteln, können die Eigenschaften des Betons verändern. Für Schäden, die nachweislich auf unsachgemäße Behandlung durch den Kunden zurückgehen, richtet sich die Verantwortlichkeit nach den gesetzlichen Vorschriften. Eine ordnungsgemäße Lieferung und unsere gesetzlichen Mängelpflichten bleiben geschuldet.

(4) Bei Naturbaustoffen können materialtypische Farb- und Strukturunterschiede vorkommen. Ob eine Abweichung einen Mangel darstellt, richtet sich nach der vereinbarten Beschaffenheit und den gesetzlichen Anforderungen. Muster oder Proben schließen Mängelrechte nicht pauschal aus.

§ 7 Zahlung, Verzug und Gegenrechte

(1) Bei einem vereinbarten Bar- oder Kartenverkauf ist der Kaufpreis bei Übergabe zu zahlen. Bei Rechnungskauf gilt die vereinbarte Zahlungsfrist; im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften. Vorkasse wird nur geschuldet, wenn sie vereinbart wurde.

(2) Zahlungsverzug, Verzugszinsen und weitere Verzugskosten richten sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Insbesondere gelten gegenüber Verbrauchern die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Verzugseintritt und dessen erforderliche Hinweise.

(3) Schweigen auf eine Rechnung gilt nicht als Anerkennung ihrer Richtigkeit. Gesetzliche Einwendungen und Mängelrechte werden durch den Ablauf einer Rechnungsprüfungsfrist nicht ausgeschlossen.

(4) Gesetzliche Aufrechnungs-, Zurückbehaltungs- und Leistungsverweigerungsrechte des Kunden bleiben bestehen. Insbesondere wird die Aufrechnung mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen nicht beschränkt.

(5) Wird nach Vertragsschluss erkennbar, dass unser Zahlungsanspruch durch mangelnde Leistungsfähigkeit des Kunden gefährdet ist, richten sich Leistungsverweigerung, Sicherheitsverlangen und ein etwaiger Rücktritt nach den gesetzlichen Vorschriften. Eine automatische Fälligstellung sämtlicher anderer Forderungen wird nicht vereinbart.

§ 8 Mängelrechte

(1) Bei Mängeln gelten die gesetzlichen Rechte und Verjährungsfristen. Dazu gehören unter ihren jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt, Schadensersatz und Ersatz vergeblicher Aufwendungen.

(2) Verbraucher sind nicht verpflichtet, die Ware innerhalb einer bestimmten Frist zu untersuchen oder einen Mangel innerhalb von fünf Werktagen anzuzeigen. Wir bitten um eine zeitnahe Mitteilung erkennbarer Probleme, damit wir diese prüfen und Abhilfe leisten können. Eine verspätete Mitteilung lässt die gesetzlichen Rechte von Verbrauchern unberührt.

(3) Im Rahmen der gesetzlichen Nacherfüllung hat der Käufer grundsätzlich die Wahl zwischen Mangelbeseitigung und Ersatzlieferung. Gesetzliche Verweigerungsrechte bleiben bestehen. Erforderliche Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten sowie gesetzlich geschuldete Aus- und Einbaukosten tragen wir nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Besondere gesetzliche Verbraucherrechte, insbesondere Vorschussrechte, bleiben unberührt.

(4) Ein Rücktritt oder eine Minderung wird nicht pauschal von zwei erfolglosen Nachbesserungsversuchen abhängig gemacht. Für Verbraucher gelten insbesondere die Sonderregeln des § 475d BGB. Ob und unter welchen Voraussetzungen weitere Rechte bestehen, richtet sich nach dem Gesetz.

(5) Nur wenn der Kauf für beide Vertragsparteien ein Handelsgeschäft ist, gelten die gesetzlichen Untersuchungs- und Rügepflichten des § 377 HGB. Diese Regelung wird nicht allein deshalb auf einen Kunden angewandt, weil er Unternehmer ist. Für verdeckte Mängel gilt die gesetzliche Anzeigepflicht nach ihrer Entdeckung.

(6) Mängel können insbesondere per E-Mail an info@betontanke-md.de mitgeteilt werden. Diese Kontaktmöglichkeit begründet keine strengere als die gesetzlich zulässige Formanforderung.

§ 9 Haftung

Unsere Haftung richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Eine zusätzliche vertragliche Haftungsbeschränkung wird durch diese AGB nicht vereinbart. Dies gilt auch für die Haftung für unsere gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

§ 10 Freiwillige Rücknahme und Widerruf

(1) Ein allgemeines freiwilliges Rückgaberecht für mangelfreie Ware wird nicht eingeräumt. Eine freiwillige Rücknahme kann im Einzelfall vereinbart werden. Etwaige Rücknahmekosten und sonstige Bedingungen müssen vor der Rücknahme vereinbart werden; ein automatischer Abzug von 15 % findet nicht statt. Frisch angemischten Beton nehmen wir nicht im Rahmen einer freiwilligen Rücknahme zurück.

(2) Gesetzliche Mängel-, Rücktritts- und Widerrufsrechte bleiben hiervon unberührt. Insbesondere schließt Absatz 1 keine berechtigte Reklamation bei mangelhaften Materialien oder mangelhaftem Beton aus.

(3) Bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen mit Verbrauchern kann ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen. Ein Kauf vor Ort begründet für sich genommen kein gesetzliches Widerrufsrecht.

(4) Gesetzliche Ausnahmen können insbesondere bei schnell verderblichen Waren, bei nach den gesetzlichen Voraussetzungen individuell angefertigten Waren oder bei nach Lieferung untrennbar vermischten Waren gelten. Ob eine Ausnahme besteht, ist anhand der konkreten Ware und des Vertrags zu bestimmen. Allein die Bezeichnung als Baustoff oder die Bestellung einer bestimmten Menge schließt ein Widerrufsrecht nicht pauschal aus.

(5) Soweit ein Widerrufsrecht besteht, informieren wir den Verbraucher vor Vertragsschluss gesondert über Voraussetzungen, Fristen und Verfahren und stellen das gesetzlich erforderliche Muster-Widerrufsformular zur Verfügung. Dieser Abschnitt ersetzt keine erforderliche Widerrufsbelehrung. Über einen einschlägigen gesetzlichen Ausschluss informieren wir ebenfalls vor Vertragsschluss.

§ 11 Eigentumsvorbehalt

(1) Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung ihres Kaufpreises unser Eigentum, soweit ein Eigentumsvorbehalt an der Ware rechtlich bestehen kann.

(2) Eine Herausgabe aufgrund des Eigentumsvorbehalts können wir nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere nach einem wirksamen Rücktritt, verlangen. Gesetzliche Folgen einer Verarbeitung, Verbindung oder Vermischung bleiben unberührt. Ein verlängerter Eigentumsvorbehalt oder eine pauschale Vorausabtretung von Kundenforderungen wird durch diese AGB nicht vereinbart.

§ 12 Datenschutz und Schlussbestimmungen

(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Die Einbeziehung dieser AGB ersetzt keine erforderliche datenschutzrechtliche Einwilligung.

(2) Diese Bedingungen regeln Warenverkäufe und die dazu vereinbarte Lieferung. Gesonderte Bau-, Montage- oder Einbauleistungen bedürfen einer eigenen Vereinbarung. Die VOB/B oder VOB/C wird nicht durch einen pauschalen Verweis in diesen AGB vereinbart.

(3) Gegenüber Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Magdeburg Gerichtsstand, soweit eine solche Vereinbarung nach § 38 ZPO zulässig ist. Ausschließliche gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt. Für Verbraucher wird kein abweichender Gerichtsstand vereinbart.

(4) Sind einzelne Bestimmungen unwirksam oder nicht wirksam einbezogen, gelten die gesetzlichen Rechtsfolgen, insbesondere § 306 BGB. Eine unwirksame Bestimmung wird nicht automatisch durch die für uns wirtschaftlich günstigste Regelung ersetzt.

(5) Wir sind weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.